Aloe Vera Pflanze

Aloe Vera Pflanze: Außergewöhnliche und anspruchslose Heilpflanze

Aloe Vera Pflanze: Außergewöhnliche und anspruchslose HeilpflanzeEhemals der Familie der Liliengewächse angehörig, wird die Aloe Vera mittlerweile der Pflanzenfamilie der Grasbaumgewächse zugeordnet. Diese recht zähe Pflanze stammt höchstwahrscheinlich aus den subtropischen Wüstenregionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Heute findet man sie u. a. auch in Australien, in Indien, auf den kanarischen Inseln, im Mittelmeerraum, auf Kuba, in Kalifornien und Mexico. Es existieren ungefähr 400 Arten der Aloe Vera, deren botanischer Name „Aloe“ aus dem Arabischen stammt und sich mit bitter übersetzten lässt, was sich auf den Geschmack des Pflanzensaftes bezieht. „Vera“ ist wiederum lateinisch und bedeutet so viel wie die Wahre, die Echte.

Nur vier Arten der Aloe Vera werden aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Heilpflanze für den inneren und auch äußerlichen Gebrauch genutzt. Am bekanntesten von den vieren ist die Aloe Vera Barbadenis Miller, die auch als Aloe Vera Linné bezeichnet wird. Ihr wirkstoffreicher Gelanteil ist in den Blättern besonders hoch.

Bei der Aloe Vera zählt nicht die Verpackung, sondern der Inhalt: In ihren Blättern verbergen sich weit über 200 Inhalts- und Wirkstoffe.

Die Aloe Vera Pflanze kann sich selbst ernähren und sogar heilen. Sie kommt zudem mehrere Monate bedenkenlos ohne Wasser aus. Verdanken kann sie es ihren Blättern, die kaum Flüssigkeit verdunsten und Wasserspeicherdepots anlegen. Die Blätter dienen der zähen Sukkulente somit als Wasser- und Nährstofflager, aus dem sie sich lange Zeit bedienen kann.

Die dickfleischigen und spitz zusammenlaufenden Blätter der Aloe Vera Pflanzen sind rosettenförmig um einen kaum sichtbaren, sehr kurzen Stamm angeordnet. Manche Aloen sind auch stammlos, andere bilden im Alter meterhohe Stämme aus. Einmal im Jahr blüht die vielfach als Wüstenlilie bezeichnete Pflanze mit gelben oder gelb-orangefarbenen Glockenblüten, die als eine ca. 50 cm lange Traube an einem bis zu 90 cm langen Stiel hängen, der aus den Blattachseln herauswächst.

Die Blätter sind graugrün bis grün und glatt. Der leicht rosaschimmernde Blattrand wird von ca. 2 mm langen, kräftigen Zähnen umschlossen, die einem Sägeblatt ähneln. Die Außenhaut der Blätter ist mit einer Wachsschicht überzogen. Dadurch ist die Pflanze vor Hitze, Sonneneinstrahlung und Verdunstung geschützt. In den so genannten Sekretzellen, die am unteren Ende des Außenblattes sitzen, speichert die Pflanze den bitteren gelben Saft, der als Rohstoff für die Weiterverarbeitung von Arzneimitteln verwendet wird. Das typisch durchsichtige, eher schleimartige Blattgel befindet sich im Inneren des Blattes.

Ist ein Blatt der Pflanze verletzt, tritt umgehend der gelartige Aloe Vera Saft heraus, der sich, recht schnell fest werdend, wie ein Schutzfilm um die Wunde legt. Die Heilung schreitet rasch und ohne große Narbenbildung vonstatten, was an dem Zusammenspiel der Inhaltsstoffe liegt, die sich in dem Gel der Blätter befinden.

Bekannt und beliebt ist das Aloe Vera Gel aufgrund seiner mannigfachen, um die 200 Inhalts- und Wirkstoffe. An erster Stelle steht das Polysaccarid Acemannan, ein lebensnotwendiges Kohlenhydrat. Diesem werden eine immunstärkende, wundheilende und entzündungshemmende Wirkungsweise nachgesagt. Darüber hinaus finden sich in dem Gel Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle. Das Aloe Vera Gel wird viel und gerne in der Körperpflege eingesetzt. Bekannt ist u. a. die sonnenbrandlindernde Wirkung des Gels.

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